Bruderschafts - und Seniorenpokalschiessen
Eine feste Einrichtung im Jahresablauf der drei Schützenkompanien ist das Schießen um den Bruderschaftspokal geworden. Dieser Wettkampf hat sich seit 1953 aus einem Preisschießen der Bruderschaft entwickelt. Dieses erste Preisschießen der Schützenbruderschaft fand am zweiten Weihnachtstag 1953 statt. Im April 1956 wurde an drei Sonntagen ein Preisschießen auf einer automatischen Schießanlage durchgeführt.
Die erfolgreichen Schützen damals :
| Platz | Name | Ortsteil |
| 1 | Alfred Schulte | Dinschede |
| 2 | Johannes Kampf | Dinschede |
| 3 | Berni Bunte | Oeventrop |
Seither zieren die Ehrenmedaillen, in den letzten Jahren jeweils am Stangenabend verliehen mache stolze Schützenbrust.
Seit 1959 wird um einen Bruderschaftspokal geschossen. Gestiftet wurde dieser Pokal vom Lieferanten unserer Schützenfahne, Fahnen Reuter, aus Münster. Er wurde von den 10 besten Schützen der drei Ortsteile ausgeschossen und sollte nach dreimaligem Gewinn in Folge, bzw. fünfmaligem wechselseitigen Gewinn in den Besitz des Ortsteils übergehen.
Gemäß dem Protokoll der Vorstandssitzung der Schützenbruderschaft vom 02. Januar 1966 wurde beschlossen, den Pokal künftig nicht mehr unter den Ortsteilen, sondern unter den drei Schützenkompanien auszuschießen. Bei diesem Preisschießen der einzelnen Kompanien werden die jeweils 10 besten Schützen ermittelt, welche dann um den Bruderschaftspokal und die Ehrenmedaillen schießen. Hierbei gab es spannende Kämpfe und knappe Ergebnisse, wie dieses Beispiel aus dem Jahr 1973 zeigt:
| Platz | Kompanie | Ergebnis |
| 1 | Dinschede | 219 Ringe |
| 2 | Glösingen | 214 Ringe |
| 3 | Oeventrop | 213 Ringe |
Auch Wettkämpfe mit Ringgleichheit unter den Kompanien sind bereits vorgekommen. Hierbei entscheidet, wie im Jahr 2006 die Anzahl der geschossenen 10er über den Pokalsieger.
| Platz | Kompanie | Ergebnis | Zehner |
| 1 | Oeventrop | 242 Ringe | 5 |
| 2 | Dinschede | 242 Ringe | 3 |
| 3 | Glösingen | 225 Ringe |
Seit dem Jahr 1994 wird das Schießen um die Ehrenmedaillen getrennt nach Sportschützen und Hobbyschützen durchgeführt.
Somit hat sich über viele Jahre das Bruderschaftspokalschießen als freundschaftlicher, jedoch trotzdem mit Ehrgeiz geführter Wettstreit unter den Kompanien etabliert.
Zusätzlich findet seit dem Jahre 1991 ein Seniorenpokalschiessen für Schützenbrüder ab 50 Jahren statt. Dieses wird ebenfalls in zwei Klassen, von 50 – 65 Jahren, und über 65 Jahre ausgeschossen. Jeder Schützenbruder erhält beim erreichen des fünfzigsten Lebensjahres, zur Premiere einmalig eine schriftliche Einladung durch den Schießmeister.
Dem jeweils ältesten Teilnehmer wird durch die Bruderschaft eine Urkunde überreicht.
Der Seniorenpokal wird nicht stehend freihändig sondern mit aufgelegtem Gewehr ausgeschossen, und erfreut sich bei sehr guten Schießergebnissen großer Beliebtheit unter den älteren Schützenbrüdern.
Hier ein Beispiel aus dem Jahre 2006. Das Stechen wurde hierbei mittels elektronischer Auswertung auf 1/10 genau vorgenommen.
| Alter von 50 bis 65 Jahren | Alter ab 65 Jahren | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Platz | Name | Ringe | Stechen | Platz | Name | Ringe | Stechen |
| 1 | Manfred Gierse | 49 | 30,0 | 1 | Willi Röttger | 49 | |
| 2 | Harald Raseke | 49 | 29,1 | 2 | Dieter Köstens | 48 | 30,1 |
| 3 | Johannes Bette | 49 | 26,9 | 3 | Paul Scheunert | 48 | 27,5 |
Der Schießsportgruppe der Schützenbruderschaft sei an dieser Stelle für ihre fachliche Durchführung und freundliche Bewirtung an den Schießterminen herzlich gedankt.



