Glösingen

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Zur Geschichte des Ortsteils Glösingen

Wenn man heute mit dem Auto durch Oeventrop Richtung Hirschberg fährt, merkt man nicht unbedingt, dass man hierbei in Wirklichkeit drei Orte passiert. So sind die Grenzen besonders zwischen Dinschede und Glösingen fließend und nicht durch ein Ortschild gekennzeichnet. Dennoch ist es weit im Sauerland bekannt, dass sich der Ort Oeventrop auch noch drei Mal unterteilt.

Die Geschichte der „Ruhrdörfer“ beginnt mit drei getrennt von einander erwähnten Orten. Die Ortsnamen haben sich im Laufe der Jahrhunderte verändert und so wurden aus Ouerendorp, Dinterscede und Glusinchem die heute bekannten Oeventrop, Dinschede und Glösingen.

Wie die meisten Orte im Sauerland ist Glösingen geschichtlich von der Land- und Forstwirtschaft geprägt und bestand in seinen Ortszügen aus fünf, am Siepenbach gelegenen Hofanlagen. Alte Karten zeigen, dass sich anschließend erste kleine Siedlungsgebiete entlang der heutigen Oberglösinger Straße, der Mittelstraße (heute: Zum Siepenbach) und der Wunne bildeten. Um das Jahr 1900 waren dies, zusammen mit der Kreisstraße (heute: Glösinger Straße), Haskert, Filscheid und der oben am Wald gelegenen Dickert, die am meisten besiedelten Straßen.

Mit dem Bau der Ruhrtaleisenbahn in den Jahren 1868 -1871 von Arnsberg nach Bestwig, begann eine entscheidende Wende in der Geschichte der Ortsteile. Nach und nach zog die Industrialisierung auch in die Ruhrdörfer ein. Ein besonderer Schwerpunkt lag in der holzverarbeitenden Industrie und so wandelten sich die bäuerlich geprägte Dörfer zu einem bedeutenden Industriestandort mit vielen hundert Arbeitsplätzen.
Besonders nach dem zweiten Weltkrieg, war Glösingen der Ortsteil, der sich an den seichten Talhängen zwischen Ruhr und Arnsberger Wald am meisten ausbreitete. So entstand in den 50er Jahren die so genannte „ Korea-Siedlung“ oberhalb der Oberglösinger Straße. Wenig später siedelten viele Einwohner auf Müllers Berg, der „Mühlenberg“ Siedlung. Mitte der 60er Jahre entstand auf den Wiesen der Familie Reiter die „Reiter Siedlung“. Hierbei wurde ein großes Grundstück von der katholischen Kirche erworben, um dort eine Kirche zu bauen. Der Straßenname „Zur Neuen Kirche“ erinnert heute noch daran. Das Grundstück wurde lange als Bolzplatz von den Kindern des Ortes genutzt. In den 90er Jahren wurden die Planungen zum Kirchenbau aber endgültig verworfen und so entstand auf dem Gelände ein Wohnheim für behinderte Menschen. Der obere teil des Grundstücks wird aber wird aber weiter als Fußballwiese genutzt. Auch im Glösinger Feld entstand ein großes Wohngebiet, die so genannte „Negersiedlung“. Zuletzt bildete sich ein neues Wohngebiet auf Aßmanns Wiesen oberhalb vom Segelflugplatz.

Die am weitesten vom Glösinger Ortskern angesiedelten Häuser gibt es schon seit 1834 auf dem Lattenberg. Die dortige Kolonie wurde gegründet, um der Wilddieberei und dem Holzdiebstahl Einhalt zu gebieten. Seit Jahr und Tag ist der Lattenberg ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel.

Neben den genannten Ansiedlungen wurden und werden in Glösigen immer noch Baulücken geschlossen, wobei der ländliche Charakter eines Dorfes nicht verloren gegangen ist. Besonders die Landschaft im Ruhrtal, sowie der angrenzende Arnsberger Wald mit seinen vielen Wander-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten laden zum erleben und entspannen ein. Des weiteren bieten die „Vereinigten Staaten von Oeventrop“ sehr gute Einkaufsmöglichkeiten und ein gutes Verkehrsnetz Richtung Arnsberg und Meschede bzw. Richtung Hochsauerland und Ruhrgebiet.

Die Gründerhöfe von Glösingen

Aßmanns Hof, Glösinger Straße

Huister – Aßmann –Kraas

Der heutige Hof wurde 1816 von Kaspar Aßmann und Maria-Elisabeth Hüster erbaut. Um 1886 wurde er durch Stallungen erweitert. Sein heutiges Gesicht erhielt er 1958, als die Scheune zur Verbindung von Stallungen und Wohnhaus erbaut wurde. Von diesem Hof stammen der langjährige Schützenhauptmann Ferdinand Aßmann (1921 – 1933) sowie die Schützenkönige Eugen Kraas (1937 – 1947) und sein Sohn Eugen Kraas-Aßmann jr. (1979/80). Die Tochter Veronika war 1967/68 Königin an der Seite von Klaus Hachmann. Die alte Männerfahne der Bruderschaft von ca. 1820/30 wurde auf diesem Hof bei einem Umbau 1958 wiedergefunden.

Kossmann/Loins Hof, Im Siepen

Dieser Hof zählte einst zu den größten in Oeventrop. Er wurde früher als Pferdewechselstation an der alten Poststraße von Arnsberg nach Warstein genutzt. Am 17. Juni brannte dieser Hof ab. Im gleichen Jahr wurde er von den Eheleuten Gottfiried Schulte und Anna Maria Rüther wieder errichtet. Seit 1904 ist dieser Hof im Besitz der Familie Koßmann. Er wurde 1914 durch eine Scheune erweitert. Bis 1974 bewohnte die Familie Koßmann das Wohnhaus. 1978 wurde es vollständig renoviert und in ein Mietshaus umgewandelt. Die Renovierung veränderte jedoch nicht die alten Strukturen des Gebäudes, so dass es sich noch in seiner ursprünglichen Ansicht darstellt. Die Tochter Martina Koßmann-Klemm war im Jahre 1979/80 Schützenkönigin unserer Bruderschaft.

Kochs Hof, Zum Siepenbach

Riesen-Hof

Das heutige Gebäude von Riesen-Hof wurde von Gottfiried Kraas erbaut. Im Jahre 1921 wurde das Wohnhaus erweitert und auf den noch heute stehenden Stand gebracht. Durch Heirat änderte sich der Name Kraas in den heutigen Namen Koch. Im Jahre 1876 gehörte der Eigentümer des Hofes Johann Kraas, genannt Riese, dem Schützenvorstand der damaligen Schützenbruderschaft St. Nicolaus an.

Spindeldrehers Hof, Zum Siepenbach

Im Ursprung war der „Spindräggers-Hof“ keine Hofanlage, sondern ein Wohnhaus, das der Familie des Tagelöhners und Schlüsseldrehers Anton Spindeldreher als Unterkunft diente. Später wurde der Hof durch Ankauf und Erbschaften vergrößert. Die Anlage war anschließend viele Jahr in dem Besitz von Bernhard Spindeldreher, welcher in Hamm-Bram wohnhaft war. Im Jahr 1999 kaufte der heutige Eigentümer Reinhard Banyik das Hofgebäude. Die Familie Banyik restaurierte und renovierte anschließend in vielen Arbeitsschritten das Wohnhaus und die Stallanlagen.

St. Nikolaus-Hof, Webers (Wiärs), Glösinger Straße

Dieser Hof ist der älteste Hof der drei Ruhrdörfer. Er wurde bereits 1279 in einer Verkaufsurkunde erwähnt, als er durch Lambert von Glösingen erworben wurde. Der Hof brannte, wie es die Hausinschrift besagt, am 24. Juli 1829 ab. Er wurde darauf hin von den Eheleuten Bernhard Weber und Kristina Wolf am 30. Oktober des gleichen Jahres wieder aufgebaut. Allerdings muss hier bemerkt werden, dass lt. mündlicher Überlieferung der eigentliche St. Nikolaus-Hof nicht an der gleichen Stelle wie der heutige Weber-Hof steht, sondern weiter hinten im Grundstück stand. 1912 wurde er für 22.000 Goldmark um den Anbau erweitert. 1980 legte der heutige Bewohner Günther Weber in mühevoller Arbeit das alte Fachwerk wieder frei und stellte so den ursprünglichen Zustand der Fassade des Hofes wieder her.