Glösingen

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Über unsere Kompaniestandarte

An dieser Stelle möchten wir unsere Standarte vorstellen, die an Festzügen vor unserer Kompanie getragen wird. Neben zwei Bildern wurde auch der Text aus der Festschrift zur Standartenweihe von 1992 digitalisiert.

Die Vorderseite

Die Rückseite

Der Ursprung der Glösinger Standarte

Zum 25jährigen Jubiläum der Fa. Eickel und Spindeldreher am 14./15.6.1991 hatte sich der Vorstand der Glösinger Schützenkompanie bereit erklärt, die Bedienung an diesen beiden Tagen zu übernehmen. Der größte Teil des Erlöses dieser Arbeit wurde dann vom Vorstand der Kompaniekasse als Spende überlassen. Dieses Geld sollte aber nicht in den normalen Kassenbestand übergehen, sondern hier hatte man an eine bleibende Anschaffung gedacht.

Innerhalb einer Vorstandssitzung wurde schnell der Vorschlag vom stellv. Geschäftsführer, eine Fahne für die Kompanie anzuschaffen, angenommen. Damit war die Idee geboren und der finanzielle Grundstock gelegt, und man war sich einig, daß das Jahr 1992 gerade der richtige Zeitpunkt und das richtige Anschaffungsjahr sei. Zwar steht durch die Gründung der Kompanien im Jahre 1924 in zwei Jahren ein runder Geburtstag ins Haus, aber es gibt im Jahr 1992 einen besonderen Anlaß. Durch mündliche Überlieferung ist bekannt, daß sich bereits 1922 Glösinger Schützen zum Schützenfestumzug zu einer Kompanie formierten und gemeinsam in Holzschuhen zum Schützenfest marschierten. Aus dem Grunde marschierte auch die Glösinger Kompanie 1972 am Schützenfestmontag zum Gedenken an dieses Ereignis geschlossen in Holzschuhen im Festumzug mit. (Hauptinitiator war der damalige Kompanieführer Heinrich Spindeldreher, gen. Nöllns Heini). Somit können wir auf ein 70jähriges Marschieren von Glösinger Schützen als geschlossene Gemeinschaft zurückblicken.

In der Herbstversammlung am 26.10.91 wurde dann auch der Beschluß gefaßt, eine Kompaniestandarte anzuschaffen und von Mitgliedern des Vorstandes einen Entwurf für die nächste Versammlung ausarbeiten zu lassen. Dieser Fahnenausschuß bestehend aus den Mitgliedern Bernd Püttmann, Dieter Koßmann, Walter Koßmann, Johannes Schürmann und Hermann Reiter ging nun an die Arbeit.

In der Generalversammlung am 12.01.92 wurden zwei Entwürfe sowie ein Kostenangebot vorgestellt. Während eine Seite des Fahnenentwurfes die uneingeschränkte Zustimmung der Versammlung fand, wurde von der anderen Seite lediglich das gewählte Motto akzeptiert. Man war im Fahnenausschuß von einem neutralen Symbol, einem Königsadler mit den Wappen von Oeventrop und dem Sauerländer Schützenbund ausgegangen. Zwar hatte man sich im Fahnenausschuß bereits Gedanken darüber gemacht, ortsbezogene Bauwerke oder Symbole zu verwenden, aber man konnte sich nicht auf ein passendes Motiv einigen.

Die Anregung von F. J. Molitor, die Gründerhöfe sowie den Lattenberg und das Wasserschloß von Wildshausen mit einzubeziehen, wurde als Anlaß genommen, das Konzept nochmals zu Überdenken. Der um die Schützenbrüder Hubert Pietz, Herbert Fabri und Franz- Josef Molitor erweiterte Fahnenausschu8 erarbeitete daraufhin den endgültigen Entwurf, der dann auch als Auftrag an die Fa. Kreisel in Karlsruhe vergeben wurde. Die Glösinger Schützenkompanie kann somit stolz auf ein bleibendes Symbol verweisen, das hoffentlich noch lange bei festlichen Anlässen vor der Kompanie getragen wird.

Beschreibung der Standarte:

Eine Fahne wird bei festlichen Anlässen auf der Schulter oder in einem Fahnengurt getragen und fällt dadurch in lose Falten, so daß die Symbole und Wahlsprüche, die man sich auf diese \\\\\\\"Fahne geschrieben\\\\\\\" hat, schlecht zu erkennen sind. Anders dagegen eine Standarte. Durch den Standartenträger und durch die senkrechte Tragehaltung sind diese Symbole immer deutlich erkennbar und somit immer eindeutig zu identifizieren. Aus diesem Grunde ist die Wahl auf eine 80 x 80 cm große Standarte gefallen, die künftig die Symbole Glösingens weithin sichtbar dokumentieren wird. Zwar hat auch eine Standarte wie eine Schallplatte zwei Seiten, eine Vor- und Rückseite, oder auch eine A- und B-Seite, doch durch die Wahl der Symbole haben beide Seiten eine gleichrangige Bedeutung. Zur besseren Unterscheidung werden im nachfolgenden Text die Seiten A- und B-Seite benannt.

Die A-Seite

Die Vorderseite

Als Mittelpunkt wurde hier die Schützenscheibe umrahmt mit einem Eichenkranz gewählt. Zwei gekreuzte Gewehre hinter der Scheibe sowie der Schützenhut auf der Scheibe bilden zusammen ein Symbol, welches schon seit jeher bei den Glösinger Schützen auf den Briefköpfen, den Anstecknadeln, den T- Shirts, den Autoaufklebern usw. verwendet wird. Dieses Schützensymbol wird umrahmt mit dem Schriftzug \\\\\\\"Glösinger Schützenkompanie\\\\\\\". Die Jahreszahl 1924 erinnert an das Gründerjahr der drei Kompanien. Die Außenränder des dunkelgrünen Fahnentuchs werden mit reichen Gold-Ornamenten geschmückt. Die Goldbrokatkordeln geben der Fahne ein größeres und schöneres Aussehen.

Die B-Seite

Die Rückseite

Nach der Kessemeierschen Chronik wurde bereits vor der ersten Nennung des Ortsteils Dinschede als Dinterscede 1232 der Ortsteil Glösingen 1193 als Glusinchem und später als Clusinchem benannt, wobei man davon ausgeht, daß in der Silbe Clus ein Personen- und Sippenbezug zu suchen ist, wie beispielsweise bei anderen Namen die Silbe -ing. Man vermutet, daß in der Silbe Clus die Worte Klus = Klaus = Nikolaus zu suchen sind.
Der älteste Hof der Ruhrdörfer, zuerst 1279 erwähnt, wird vom Kloster Rumbeck St. Nikolaus-Hof genannt. Daraus erklärt sich, daß der erste überhaupt erwähnte Hof Oeventrops einer der Glösinger Höfe ist. Er wurde 1279 von dem Nonnenkloster Rumbeck von Lambert von Glösingen erworben und später St. Nikolaus-Hof (heute Weber zu Glösingen) benannt, und ist somit die älteste genau identifizierte Hofstätte der drei Ruhrdörfer. Der heute noch am besten erkennbare bäuerliche Siedlungskern ist mit den weiteren Höfen Hüster (Kraas-Aßmann), Spindeldreher, Riese (Koch) und Schulte vorm Walde (Koßmann-Loins) deutlich sichtbar geblieben.

Diese Gegebenheit und die Tatsache, daß die Mehrzahl der damaligen Gründer der Glösinger Kompanie gerade aus diesem Siedlungskern stammten, haben den Fahnenausschuß dazu bewogen, die Ursprungshöfe mit in die Schützenstandarte der Schützenkompanie Glösingen zu übernehmen. Als Symbol auf der Standarte wurde von den ältesten vorhandenen Fotos sowie aus Beschreibungen älterer Mitbürger die Höfe von Hildegard Reiter so rekonstruiert und gezeichnet, wie sie zwar nicht von der Ursprungszeit, so aber doch von altersher bekannt sind. Die landschaftlichen Veränderungen wie z.B. Baum- und Strauchwuchs (der sich innerhalb kurzer Zeit wesentlich verändern kann) konnten hier natürlich nicht berücksichtigt werden und können auch nur eine Momentaufnahme sein. Die Plazierung der Gründerhöfe auf der Standarte ist so gewählt, daß die räumliche Lage entlang des Siepenbachs zu erkennen ist. Als weiteres Symbol auf dieser Seite der Standarte wurde das Kreuz an Eicken Hof gewählt. Dieses Kreuz, das heute nicht mehr aus dem Ortsbild wegzudenken ist, diente früher schon immer als Station bei der Fronleichnamsprozession. Der Versuch, auch hier den Bezug zum Motto: Glaube, Sitte, Heimat herzustellen ist unsere Absicht und durch das alte Glösinger Wegekreuz durchaus gegeben.

Welches Motto haben wir uns auf die Fahne geschrieben? Die Schützenbruderschaft Oeventrop, deren Bestandteil die Glösinger Kompanie ist, hat sich schon bei der Gründung 1766 das Motto: Glaube, Sitte, Heimat und auch den Spruch: Der Heimat die Liebe Die Treue dem Brauch So dachten die Väter So denken wir auch als Wahlspruch ausgewählt und diesen auch nach außen sichtbar als Motto auf ihre Fahnen und auch als Wandspruch in der Schützenhalle dokomentiert. Ebenso denken und handeln auch wir in der Glösinger Schützenkompanie. Da einerseits die Treue zum Brauchtum dokumentiert werden soll, andererseits aber auch eine Beziehung zum Kommenden hergestellt werden muß, um die Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren, wurde von uns das Motto gewählt: In Treue zum Alten Die Zukunft gestalten. Während das Oeventroper Wappen an der linken oberen Ecke den Bezug des Ortsteils Glösingen zur Gemeinde Oeventrop herstellt, drücken die Zahlen in den unteren beiden Ecken das Anschaffungsjahr 1992 aus. Die rechte obere Ecke wird mit einem Eichenlaub verziert. Als Untergrund wurde eine beigefarbene Seide gewählt, wobei der Schriftzug aus einem grünen Seidenfaden besteht, der so aufgestickt ist, daß auf den Buchstaben jeweils ein Mittelschlag durch einen Goldbrokatfaden gebildet wird.