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Chronik Böllergruppe

Chronik der Vereinigten Oeventroper Böllerschützen ( VOB )

Die Tradition des Böllerns zum Schützenfest besteht in Oeventrop, – mit Unterbrechungen- seit 1876. Zu diesem Zweck wurden seitens der Schützenbruderschaft 6 sogenannte Kattenköppe (stabile Eisenrohre mit Zündlöchern), ähnlich einem Standböller angeschafft.
In den 60´er Jahren war Adolf Köpp Herr über Böller und Kanone. Das Böllern wurde jedoch Mitte der 70´er Jahre auf Grund einer Änderung des Waffengesetzes eingestellt. Die alte Kanone landete bei Johannes Kremer im Lager, bis sie 2001 zum 100-jährigen Bestehen der Schützenhalle restauriert wurde und ihren jetzigen Standort auf dem Schützenplatz bekam.
Das Böllern geriet jedoch nie ganz in Vergessenheit, 1982 stand auf einem Schild, welches bei Köpps Adolf aufgestellt war auf Platt zu lesen:

"Voi saiket en jungen Käerl, dai boi us dat Böllern liährn well!"
(Wir suchen einen jungen Mann, der bei uns das Böllern lernt!)

Leider konnte zum damaligen Zeitpunkt niemand gefunden werden, der sich dieser Aufgabe angenommen hätte.
In den Jahren 1999 und 2000 wurde in Oeventrop wieder geböllert. Zunächst von Schützenbrüdern des Schützenvereins Schreppenberg. Diese böllerten mit einem Standböller, der elektrisch gezündet wurde.
Nach einem weiteren Jahr Böllerpause wurde im Jahr 2002 von der Böllerkommission der St. Nikolaus Bruderschaft Freienohl bei dem jeweiligen Antreten der Kompanien und unter der Vogelstange mit Schaftböllern und mit einer Kanone geböllert.
Hierbei kam bei einigen Schützenbrüdern aus den drei Kompanien erstmals der Gedanke auf, diese Tradition wieder in Eigenregie zu übernehmen.
Am Sonntagmorgen des Schützenfestes 2002 kam das Thema beim Frühschoppen dann tatsächlich ernsthaft auf. Die in der Runde befindlichen Schützenbrüder Harald und Werner Raseke, Volker Wachholz, Randolf Pietz, Hubertus Schmidt und Olaf Hachmann sagten alle spontan zu eine neue Böllergruppe zu gründen. Später kamen noch Wolfgang Schulte und Elmar Aufderbeck hinzu.
Nach einigen Telefonaten in der darauf folgenden Woche hatten wir uns zu einem Lehrgangstermin im Oktober 2002 beim Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgestein unter Leitung von 'Rhode --Pulver-Rohde--' angemeldet. Als kleines Schmankerl wurde eine anschließende Besichtigung der Krombacher Brauerei geplant.
Für alle 8 Teilnehmer (bis auf den Fahrer, was die Brauerei anging) waren sowohl Lehrgang als auch Brauereibesichtigung ein voller Erfolg.
Nach bestandenem Lehrgang, und Erhalt einer Erlaubnis gem. § 27 Sprengstoff Gesetz, trafen wir uns im November 2002 bei Olaf Hachmann, um einige Grundlagen für die zukünftige Böllergruppe zu treffen. Hierbei wurde unter anderem folgendes festgelegt, und nach Absprache mit der Bruderschaft entsprechend umgesetzt:
• Fachlicher Anschluss der Böllerschützen über die Schießsportgruppe an die St. Sebastianus Schützenbruderschaft.
• Jeder Bewerber um Aufnahme muss mindestens 1 Jahr Mitglied der SSG sein. Eine Aufnahme erfolgt nur bei einstimmigem Beschluss, wobei die maximale Mitgliederzahl auf 10 Personen beschränkt wurde.
• Es sollten Handböller gleichen Typs angeschafft werden, die jeder Böllerschütze selbst finanzieren soll.
Aber wo können wie viele gekauft werden? Es sollte zunächst der Versuch gemacht werden bei Nachbarvereinen Geräte zum Schützenfest 2003 auszuleihen.
• Erste Grobplanung wann, und wo auf Schützenfest geböllert werden könnte.
Darauf hin machten wir uns zwecks Anschaffung von Böllern auf eine Rund-Reise zu verschiedenen Händlern in der Umgebung. Diese trug jedoch keine Früchte, da es nirgendwo entsprechendes Anschauungsmaterial gab.
Nach einigem Stöbern im Internet entstand ein Kontakt zu den St. Johannes Böllerschützen in Garfeln. Hier konnten bei einem Besuch Böller der Fa. Schillinger in Augenschein genommen werden. Herr Schwager von den St. Johannes Böllerschützen wandte sich an den Böllermacher Franz Pfnür aus Berchtesgaden, von wo 2 Handböller zur Ansicht auf die Reise gingen.
Hierfür möchten wir uns an dieser Stelle bei beíden nochmals herzlich bedanken, denn nach erfolgter Ansicht war klar: Herr Pfnür stellt genau die Handböller her, die wir suchten.
Kurze Zeit später wurden 8 Handböller im Kaliber 20 mm zu einem Preis von je 600 Euro bestellt, und am 24.05.2003 von Randolf Pietz in Berchtesgaden abgeholt.

Direkt nach Eintreffen der Böller am 25.05.03 wurde mit behördlicher Genehmigung, und unter Deckung des gleichzeitig stattfindenden Raelly-Cross-Rennens, ein paar Probeschuss unter der Vogelstange gewagt. Alle waren sich einig, wir hatten hier keinen Fehlkauf getan.
Am 29.06.2003 nahmen wir mit 7 Schützen am Böller- und Kanoniertreffen der St. Johannes Böllerschützen Garfeln, anlässlich Ihrer Standartenweihe teil. Hierbei hatten wir dann unsere erste echte Feuertaufe.
Am 01.07.2003 fand unter der Vogelstange die zweite Übungseinheit im Beisein des Bruderschaftsvorstandes statt. Hierbei wurden die endgültigen Schusspositionen sowie der weitere Ablauf für das Schützenfest 2003 festgelegt. Um die Festbesucher ausreichend vorwarnen zu können, schafften wir ein Messinghorn an, wie es auch im Sprengbereich Verwendung findet.
In Anlehnung an die drei Ortsteile die im Volksmund "die Vereinigten Staaten von Oeventrop" genannt werden, entstand auch der Name unserer Böllergruppe:
Vereinigte Oeventroper Böllerschützen (VOB)
Am Schützenfestsamstag um 14:30 Uhr wurden durch geheime Wahl Joachim Dolle und Reinhold Knecht einstimmig in die Böllergrupe aufgenommen. Da sie noch nicht über die notwendigen Voraussetzungen verfügen, nehmen sie zunächst als "Lehrlinge" passiv teil.
Jetzt wurde um 15:00 Uhr das Schützenfest mit Böllerschüssen in allen drei Ortsteilen und beim Oberst Johannes Bette eröffnet.
Nach diesem gelungenem Anböllern konnte das Schützenfest 2003 beginnen.